Webradio Balaton Mobilversion © 2025

   
 
  Soldatenstress.info

Das Schweigen der Soldaten

Weltweit ziehen Soldaten im Auftrag ihrer Regierung für politische Konfliktlösungen in den Krieg. Dies kostet Leben von Soldaten, unbeteiligten Zivilisten, und es werden viele Menschen an Leib und Seele verwundet.

Trotz schlimmster Einsatzerfahrungen hört man von Betroffenen nichts über das Erlebte. Das Schweigen der Soldaten nach dem Krieg ist, neben anderen Symptomen, die Antwort der Psyche auf die Kriegserlebnisse. Dieses Schweigen hat schwerwiegende gesundheitliche Folgen für die Betroffenen.


Symptome wie das Wiedererleben des Traumas, Vermeidung, Übererregung sowie negative Gedanken und Gefühle, die bei Konflikten nach Einsatzstress auftreten, werden als Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bezeichnet. Sie zeigen sich meist drei bis fünf Jahre nach dem Ende des aktiven Dienstes.

Posttraumatische Belastungsstörungen >> betreffen in unterschiedlicher Häufigkeit und Intensität viele Menschen. Diese Störungen werden durch bedrohliche Ereignisse von kurzer Zeitdauer, die von den Betroffenen nicht erwartet werden, ausgelöst. Zum Beispiel durch einen Verkehrsunfall, Gewalterfahrungen oder Naturkatastrophen.

In militärischen Einsätzen sind oft lebensbedrohliche Ereignisse über einen längeren Zeitraum an der Tagesordnung. Soldaten werden für den Umgang mit diesen Ereignissen ausgebildet und trainiert. Je länger ein Soldat außergewöhnlich belastenden Situationen ausgesetzt ist, desto intensiver können die posttraumatischen Belastungsstörungen ausfallen.

Belastungsstörungen nach Erleiden einer längeren Einsatzstressdauer werden als  komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) bezeichnet. Bei einer kPTBS erleidet der Betroffene zusätzlich zu den Symptomen einer PTBS Selbstbildstörungen, Beziehungsprobleme und extreme Stimmungsschwankungen.

Bei nicht wenigen Betroffenen treten zusätzlich moralische Verletzungen auf. Zum Beispiel durch Schuldgefühle nach der Tötung anderer Menschen oder wenn sich der Einsatz nachträglich als Unrecht erweist.

Alle posttraumatischen Belastungsstörungen sind normale Reaktionen normaler Menschen auf unnormale Ereignisse. Kriegserlebnisse sind unnormale Ereignisse und führen bei Betroffenen fast immer zu einem mehrjährigen Verlust jeglicher sozialen Interaktion.

Betroffene können dann nicht am normalen gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Die Verarbeitung der erlebten Ereignisse und der psychosoziale Leidensdruck machen sie handlungsunfähig und führen nicht selten zum Verlust des Arbeitsplatzes. 

 

Alternativer Text

Skarabäus/Soldatenstress.info war eine Selbsthilfegruppe >> zur Unterstützung ehemaliger Soldaten auf Zeit (SaZ) mit Konflikten nach Einsatzstress.

Aus organisatorischen und finanziellen Gründen kann jedoch eine Selbsthilfegruppe ehemalige Zeitsoldaten mit Konflikten nach Einsatzstress nicht langfristig umfassend unterstützen. 

Staatliche Unterstützung und umfassende Hilfe erfahren Betroffene oftmals erst nach einem aufwendigen mehrjährigen Rechtsstreit.

Einsatzteilnehmern wird empfohlen, vorab einen WDB-Antrag >> anzulegen und besondere Einsatzerlebnisse zu dokumentieren. Dies erleichtert eine spätere Bearbeitung und Beweisführung im WDB-Verfahren.

Für ehemalige Soldaten auf Zeit (SaZ) sollte von der Rüstungsindustrie eine Stiftung errichtet werden, damit dieser Personenkreis gleichermaßen wie Berufssoldaten im Schadensfall entschädigt werden kann. Insbesondere durch sofortige finanzielle Hilfen sowie psychosoziale Unterstützung.

Wir haben mit unseren Einsatzerfahrungen die Entstehung des Buches von Leah Wizelman >> unterstützt.

Kontakt >>




Uran 238 ~ Das Krebs-Geschoss


<< icbuw.eu | Deadly Dust >>

Alternativer Text

Ein Bericht über Krieg, Vertuschung und die tödlichen Folgen moderner Kriegsführung. Im Jahr 1999 griff die NATO die Bundesrepublik Jugoslawien an – unter dem Deckmantel einer humanitären Intervention. Was blieb, sind nicht nur zerstörte Städte und traumatisierte Menschen, sondern ein kaum beachtetes Erbe: der Einsatz von Uranmunition.

Dr. Srđan Aleksić dokumentiert mit juristischer Präzision und menschlicher Tiefe die bis heute anhaltenden Folgen dieser Bombardierungen. Auf Grundlage zahlreicher Recherchen, Zeugenaussagen und internationaler Studien zeigt er auf, wie die NATO mit abgereichertem Uran nicht nur Infrastruktur zerstörte, sondern langfristig Gesundheit, Umwelt und Zukunft eines ganzen Landes vergiftete.

Missbildungen bei Neugeborenen, eine dramatische Zunahme von Krebserkrankungen und das anhaltende Schweigen internationaler Institutionen sind nur einige der erschreckenden Konsequenzen.

Dieses Buch ist ein aufrüttelndes Zeugnis – über eine Tragödie, die offiziell nie stattgefunden hat. Und über den unermüdlichen Einsatz eines Einzelnen, der sich gegen das Vergessen stellt und für Gerechtigkeit kämpft.


Unsere Vision ist es, einen Zusammenschluss von Betroffenen aus der Europäischen Union und dem Westbalkan zu erreichen und sie für Schadensersatzforderungen mit einer einheitlichen Rechtsstrategie vor nationalen und internationalen Gremien zu vertreten.

Info unverbindlich von

SELF-Logo

Erna Valentinova

 
Benutzername:
Kennwort:
 
Webradio Soldatenstress Mobilversion © 2025